Zurück zum Blog

Wieso sich der Einstieg ins Plattform-Business lohnt

Wieso sollte ich Plattformen in meine DTC-Strategie integrieren und was sind Plattformen eigentlich? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Beginnen wir direkt mit der guten Nachricht: Im elektronischen Handel muss man nicht alles selbst machen. Durch die zunehmende Professionalisierung und die Nutzung von DTC-Vertriebskanälen (Direct to Consumer), bietet der E-Commerce-Markt heute große Chancen für alle Beteiligten. Doch hier ist noch nicht Schluss und der schnelllebige E-Commerce hat schon eine neue Entwicklung parat, die die Welt des Onlinehandels stark beeinflusst. Der DTC-Vertrieb entwickelt sich immer mehr in Richtung Plattformunternehmen. 

In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick darauf, wieso es sich lohnt auf den Zug aufzuspringen. Wir erzählen, was der Verkauf über Plattformen mit sich bringt und wie er einen äußerst profitablen Schritt für die E-Commerce-Strategie einer Einzelhandelsmarke darstellen kann. 

Was ist eine E-Commerce-Plattform? 

Einfach erklärt sind E-Commerce-Plattformen eine online zur Verfügung gestellte Infrastruktur, über die Waren von verschiedenen Käufern und Verkäufern getauscht werden. Die Betreiber der Plattform sind selbst nicht am Verkauf der Waren beteiligt, sondern sorgen nur dafür, dass Angebot und Nachfrage zusammenkommen, die notwendigen Interaktionen möglich sind und Transaktionen zuverlässig abgewickelt werden können. Dieses Geschäftsmodell hat in den letzten Jahren einen starken Aufschwung erlebt und ist nahezu in allen Bereichen zu finden. 

Ein klassisches Beispiel für eine Plattform ist eBay. Dort konnten ursprünglich nur private Käufer und Verkäufer Warenauktionen durchführen oder daran teilnehmen. Eine weitere sehr erfolgreiche Plattform ist Airbnb: der Vermittler für Übernachtungen. Airbnb besitzt kein einziges Bett, bietet aber eine perfekte Plattform für Anbieter, um Kunden direkt und ohne Umwege anzusprechen. Übrigens ist das auch gleichzeitig ein tolles Beispiel für ein DTC-Modell.

Warum funktionieren Plattformen so gut? 

Ihr Erfolg ist der Beweis: Plattformen gehören zu den Vorreitern, wenn es darum geht, neue Qualitätsstandards für Online-Aktivitäten zu setzen. Sie haben in der Regel eine hohe Zahl an täglichen Transaktionen, eine überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit, eine breite Kundenbasis sowie eine enorme Reichweite. Diese zentralen Vorteile gelten auch für führende Online-Händler, wie limango, Otto, Lidl oder real. Auch sie haben ihre DTC-Aktivitäten nahezu perfektioniert. 

Schon als DTC-Unternehmen erfolgreich, bietet die Eröffnung einer Partner-Plattform großes Potential weiter zu wachsen. Mit Hilfe einer Marktplatzfunktion, können auch externe Anbieter direkt an ihre Kunden verkaufen. Durch den Ausbau zu einer solchen Plattform können die Händler einerseits ihre wertvollsten Assets monetarisieren und andererseits einen zusätzlichen Mehrwert für Kunden und Marktplatzteilnehmer schaffen.

Das führt auch dazu, dass Online-Händler dem Begriff Plattform eine zusätzliche Bedeutung geben: Es geht nicht mehr nur um die Bereitstellung einer Interaktionsfläche für eine bestimmte Nutzergemeinschaft. Auch Online-Shops, die externen Anbietern die Möglichkeit bieten, über ihre Schnittstelle mit den Kunden zu interagieren, werden als Plattformen bezeichnet. Damit ergeben sich sowohl für die Marken, die auf der neu entstandenen Plattform verkaufen, als auch für die Plattformhändler selbst ganz neue Perspektiven für die Gestaltung ihrer DTC-Strategie. 

 

Welche Vorteile hat es eine Plattform zu sein?

Der Hauptvorteil sich zur Plattform weiterzuentwickeln, liegt im Aufbau von Partnerprogrammen, die so zugeschnitten sind, dass die Ziele beider Partner in Bezug auf Kundenzufriedenheit und -loyalität übereinstimmen. Das Kernelement des Marktplatzes und das Erfolgsrezept dieses Modells ist das Einkaufserlebnis für die Kunden, das unverändert bleibt. Die einzelnen Verkäufer bleiben für den Endkunden im Hintergrund.

 

Wie werden neue Marken aufgenommen? 

Der Plattformbetreiber führt das komplette Onboarding neuer Anbieter auf dem Marktplatz durch. In der Regel wird der Produktkatalog über ein Plug-In an das Backend des Plattform-Shopsystems angebunden. Für Online-Shop-Betreiber, die ihre Lager- und Logistikprozesse bereits auf den Direktversand ausgerichtet haben, ist der logistische Aufwand für die Aufnahme eines neuen Verkäufers minimal. Die Abrechnung sowie ein Großteil des Kundenservices werden von der Plattformverwaltung übernommen. Um die Qualität der Plattform zu gewährleisten, sind die Verkäufer jedoch an Regeln und Richtlinien bezüglich ihrer Lieferzeiten und der Zeit für die Beantwortung von Kundenanfragen gebunden.

Alles in allem profitieren alle Beteiligten vom Plattformgeschäft. Die größten Vorteile aber sind: 

  • Plattformbetreiber können zusätzliche Margengewinne erzielen, ihr Angebot erweitern und ihre Reichweite erhöhen. 
  • Online-Shopper profitieren von einer größeren Produktauswahl auf ihrem bevorzugten Shopping-Kanal, mit dem Service und der Verfügbarkeit, mit denen sie bereits vertraut sind
  • Plattform-Verkäufer können neue Kunden gewinnen, ihren Umsatz steigern und den Aufbau eines eigenen neuen Vertriebskanals vermeiden.

news

empfohlen für dich