Expansion mit Bol: So skaliert SNOCKS mit Tradebyte im Benelux-Markt

Wir haben uns mit Laura Schmidt (SNOCKS), Patricia Lay (Bol) und Jens Thaler (Tradebyte) zusammengesetzt, um zu besprechen, wie SNOCKS einen holprigen Start in eine Erfolgsgeschichte auf dem Marktplatz Bol verwandelt hat. Damit hat das Unternehmen zu einem Gesamtumsatz der Marke von rund 80 Millionen Euro im letzten Jahr beigetragen, wovon ein Drittel aus Marktplätzen stammt.

  • ≈ 80 MILLIONEN EURO UMSATZ IM JAHR 2025

    EIN DRITTEL KOMMT VON MARKTPLÄTZEN

  • NEUE LOKALISIERTE STRATEGIE

    UM AUF BOL ZU SKALIEREN

THE STORY

Patricia Lay (Bol) erklärt uns, dass der niederländische E-Commerce-Markt zu den fortschrittlichsten Europas zählt und jährlich 35 bis 38 Milliarden Euro umsetzt, wobei ein stabiles Wachstum von 10% prognostiziert wird. Mit einem Anteil von fast 90% an Online-Käufer*innen legen die niederländischen Verbraucher*innen mehr Wert auf Schnelligkeit, Komfort und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis als auf die einfach günstigste Option.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo Amazon dominiert, zeigen niederländische Verbraucher*innen eine starke Loyalität gegenüber ihrem lokalen Marktführer: Bol. Bol ist fest in den Alltag integriert und kann sich dank seiner Ausrichtung auf Schnelligkeit und Komfort (einfache Rückgabe, mobile Zahlungen), Nachhaltigkeit (umweltfreundliche Produkte, Transparenz) sowie seinem pragmatischen Preisbewusstsein trotz steigender Kaufkraft gegenüber der internationalen Konkurrenz behaupten.

Für SNOCKS, die deutsche D2C-Marke, die sich von Sneakersocken zu einem globalen Player entwickelt hat, war Bol der logische nächste Schritt für ihre Expansion in den Benelux-Ländern.

THE CHALLENGEs

Der Eintritt von SNOCKS in Bol verlief schnell und innerhalb weniger Wochen war die Website online. Allerdings wurde schnell klar, dass Geschwindigkeit ohne eine lokalisierte Strategie zu Herausforderungen führt. „Wir haben unsere deutschen Inhalte einfach mit KI übersetzen lassen… und nach dem Go-Live nichts mehr überprüft. Ich meine, wir hatten unser Ziel erreicht: Die Website war online. Die Details konnten wir später noch verbessern, oder?“ – Laura Schmidt, SNOCKS.

Einige Wochen später wurde die Realität deutlich: SNOCKS war in Belgien offline. Die Probleme reichten von falsch übersetzten Titeln, wie „für Damen und Herren” auf Damen-Spitzenhöschen, über chaotische Bilder und unstrukturierte Beschreibungen bis hin zu Verstößen gegen die SLA. Trotz solider Logistik und erstklassigem deutschen Content war SNOCKS in die üblichen Fallstricke der Marktexpansion in der Benelux-Region geraten:

1. Wörtliche Übersetzungen ohne lokale Anpassung an die niederländische Sprache.
2. Ignorieren der umfangreichen Performance-Daten von Bol und der plattformspezifischen Dynamik.
3. Schwache Bestandsplanung, die zu einem raschen Verfall der organischen Rankings führte.

THE STRATEGY

Wachstumsstarke Märkte wie die Niederlande erfordern einen lokalisierten, zielgerichteten Ansatz. Um die anfänglichen Hürden zu überwinden, nahm SNOCKS direkten Kontakt zu den Experten von Bol auf. Durch die Kombination der Plattformkenntnisse von Bol mit der technischen Reichweite von Tradebyte entwickelte SNOCKS eine neue Strategie, die auf drei Säulen basiert:

  • Optimierung der Produktinhalte: Weg von wörtlichen KI-Übersetzungen hin zu strukturierten, keywordoptimierten Inhalten, die Vertrauen schaffen.
  • Operative Exzellenz: Sicherstellung einer soliden Lagerverwaltung und zuverlässiger Liefergeschwindigkeiten, um eine hohe Verkäuferbewertung aufrechtzuerhalten.
  • Strategische Werbung: Nutzung von Bol Ads zur Steigerung der organischen Performance, anstatt sich auf sie allein zu verlassen.

THE results

SNOCKS startete 2016 mit Sneakersocken auf Amazon, baute einen eigenen Shop auf und ist heute auf 10 Marktplätzen in 26 Ländern (mit Schwerpunkt auf Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern) erfolgreich. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 80 Millionen Euro (ein Drittel davon auf Marktplätzen). Nach dem Erfolg des Direct-to-Consumer-Modells (DTC) in den Niederlanden war Bol der nächste logische Schritt in einem Ökosystem, in dem bereits Giganten wie Zalando, About You und Amazon vertreten waren.

Um diese Multi-Channel-Komplexität zu bewältigen, setzt SNOCKS auf TB.360, unsere neue Analytics Plattform. „TB.360 ist für uns zu einem alltäglichen Werkzeug geworden. Wir nutzen es, um Entwicklungen auf Marktplätzen, in Ländern und bei einzelnen Produkten genau zu beobachten. Jahresvergleiche und der 30-Tage-Trend sind für uns dabei wichtige Informationen.“ – Laura Schmidt, SNOCKS

Jens erklärt: „Jeder zweite Euro im E-Commerce wird mittlerweile auf Marktplätzen ausgegeben. Um davon zu profitieren, muss man sich für einen skalierbaren Integrator entscheiden, der sich wirklich für die eigenen Prioritäten einsetzt.“ Für SNOCKS bedeutete diese Entscheidung, einen Partner zu finden, der mit derselben Geschwindigkeit arbeitet wie sie – und darauf sind wir sehr stolz.

Laura Schmidt

Lead Marketplaces at SNOCKS

„Wir haben zwar hin und wieder mit anderen Integratoren gesprochen, aber letztendlich waren wir immer davon überzeugt, dass die operative Struktur von Tradebyte perfekt zu unseren Anforderungen passt. Darüber hinaus kennen wir uns als Partner mittlerweile so gut, dass wir wirklich auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Tradebyte ist nicht nur ein Dienstleister, sondern ein echter Partner, der auf unsere Bedürfnisse eingeht.“

Planst du eine Expansion in die Benelux-Region, hast aber Schwierigkeiten, einen lokalisierten Ansatz zu entwickeln?

Unser Expertenteam hilft dir gerne dabei.

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